Einladung zur Jahreshauptversammlung am 20. Mai 2025
Schülerinnen und Schüler des Kepler und der Bosco-Grundschule sammeln
4712 Euro für guten Zweck
Eine besondere Spendenaktion vereinte in der Vorweihnachtszeit 2024 das Johannes-Kepler-Gymnasium und die Johannes-Bosco-Schule in Ibbenbüren. Gemeinsam engagieren sich die Schulgemeinschaften der beiden Schulen schon seit vielen Jahren für das Nepalschulprojekt. Ziel des Schulprojektes ist die Förderung von Bildungsprojekten in den Partnerschulen im ländlichen Nepal.
Anfang Dezember wurden in beiden Schulen leere Briefumschläge mit der Bitte um eine Spende für das Nepalschulprojekt in den Klassen verteilt, heißt es in einer Pressemitteilung. Neben der Spendenaktion konnten sich die Schülerinnen und Schüler an einer Malaktion beteiligen. Die liebevoll gestalteten Bilder sollen nun auf Postkarten gedruckt und in den beiden Schulen in diesem Jahr zur Weihnachtszeit zum Verkauf angeboten werden. Eltern, Verwandte und Freunde haben dann die Möglichkeit, mit dem Kauf nicht nur weihnachtliche Grüße zu verschicken, sondern gleichzeitig auch das Schulprojekt in Nepal zu unterstützen.

Der gesamte Erlös der Spendenaktion, 4712 Euro, fließt in diesem Jahr in den Ausbau eines sicheren und kindgerechten Schulhofes der Grundschule in dem Dorf Milim in Nepal. Unter welchen schlechten Bedingungen die Kinder in der Dorfschule bisher auf dem Schulhof spielen mussten, davon konnten sich die beiden Vorstandsmitglieder des Nepalschulvereins, Brigitte Bösing und Hendrick Steinhaus, bei der letzten Reise selbst überzeugen.
Die Organisatoren der Aktion zeigten sich begeistert von der hohen Spendensumme und der künstlerischen Vielfalt der eingereichten Motive.
Mit dieser Aktion zeigen die Schulen aus Ibbenbüren eindrucksvoll, wie mit Gemeinschaftssinn und Kreativität auch über große Entfernungen hinweg geholfen werden kann, heißt es in der Mitteilung abschließend. Gerade in der Weihnachtszeit sei das ein starkes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe.

Vereinsgründerin ist jetzt Ehrenvorsitzende
Franziska Wirtz-Königshausen gründete 2007 den Verein „Nepalschulprojekt Lamidanda“, um Bildungsprojekte und die Dorfentwicklung im ländlichen Nepal zu unterstützen. Jetzt hat sie sich aus der Vorstandsarbeit verabschiedet.
In den vergangenen Jahren waren die Vorstandswahlen im Verein „Nepalschulprojekt Lamidanda e.V.“ zumeist eine Formalität. In der Regel wurde der Vorstand im Amt bestätigt. Jetzt waren personelle Veränderungen aber unumgänglich. Denn mit Franziska Wirtz-Königshausen verabschiedete sich die Vereinsgründerin aus der Vorstandsarbeit. Die ehemalige Lehrerin des Johannes-Kepler-Gymnasiums hatte den gemeinnützigen Verein 2007 gegründet, um Bildungsprojekte und die Dorfentwicklung im ländlichen Nepal zu unterstützen. Nach 17 Jahren im Vorstand gab sie das Amt der Schriftführerin an Hendrick Steinhaus weiter. Die Vereinsgründerin bleibt dem Verein auf Wunsch der Mitglieder als Ehrenpräsidentin erhalten, heißt es in einer Presseinformation. Sie habe mit ihrer Leidenschaft und ihrem unermüdlichen Einsatz den Verein nachhaltig geprägt.
Das neue Vorstandsmitglied Hendrick Steinhaus hatte in den Osterferien zum ersten Mal bei einer vom Verein organisierten Reise Nepal besucht. Die Begegnung mit den Menschen, die von den Projekten aus Ibbenbüren profitierten, sei Motivation gewesen, sich weiter zu engagieren. Als Vater zweier Kinder in der Johannes-Bosco-Schule kann er die Vereinsprojekte außerdem in der Grundschule begleiten.
Über das Schuljahr verteilt nehmen viele Schülerinnen und Schüler am Kepler-Gymnasium und der Johannes-Bosco-Schule an Projekttagen, Unterrichtseinheiten oder Spendenaktionen teil und lernen dabei viel über Nepal. Einmal im Schuljahr besuchen ehemalige Bosco-Schülerinnen und -Schülern zudem ihre alte Grundschule und geben ihr Wissen an die Kleinen weiter. Das Konzept hinterlasse bei allen Beteiligten einen nachhaltigen Eindruck, berichtete die Vereinsvorsitzende Brigitte Bösing.
In der vom Verein unterstützten Region habe sich in der Vergangenheit viel verändert, schreibt der Verein weiter. Die demografischen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen hätten auch Auswirkungen auf das Engagement des Vereins, die Förderung von Bildungsprojekten in den Dörfern in der Region und die Unterstützung der nicht privilegierten Kinder und Jugendlichen, bleibe aber erhalten. So unterstützt der Verein neben einer Grundschule im Dorf Milim inzwischen zwei weiterführende Schulen. In diesem Schuljahr sollen von den Spendengeldern aus Ibbenbüren neben Unterrichtsmaterialien und warmer Winterkleidung Programme für Eltern, Mädchen und Jungen gefördert werden, die über die körperliche und psychische Entwicklung in der Pubertät aufklären sollen.
Am 14. November um 18.30 Uhr berichtet der Nepalschulverein in den Räumlichkeiten des Johannes-Kepler-Gymnasiums über die Reise von Ostern 2024 nach Nepal. Eingeladen sind alle, die sich an den Fotos und persönlichen Berichten über das Land Nepal erfreuen wollen und die sich für das Schulprojekt interessieren.